Freitag, 18. November 2016

Die mythologische Bedeutung des Apfels

apfelbaum

Der Apfel ist Symbol für Weisheit, Verführung, Macht und Sexualität. Die Schlange verführte Eva, den Apfel der Erkenntnis zu pflücken. Wobei es sich bei dem Apfel höchstwahrscheinlich, um einen Granatapfel gehandelt hat. Geographische und botanische Begebenheiten legen das zumindest nahe.
Europäische Maler prägten das Bild der "Verbotenen Frucht", welches wir heute haben. Sie wählten den Apfel für ihre bildlichen Darstellungen des Sündenfalls.
Da der Apfel in vorchristlicher Zeit ein Symbol für Weisheit war und hauptsächlich weiblichen Göttern und Wesen zugeordnet wurden, passt er in das Bild des Sündenfalls.

Auf die griechische Sage vom Parisapfel geht wahrscheinlich die Bezeichnung Zankapfel zurück. Paris setzte einen goldenen Apfel als Preis für die schönste Frau aus. Er hatte dabei die schöne Helena im Sinn, vergaß jedoch, dass er auch die Göttinnen mit diesem Wettstreit herausfordern würde. Aphrodite (der Apfel wird ihr als Symbol zugeteilt) sah sich als Siegerin, ebenso wie Hera und Athene. Der Kampf der Göttinnen war gleichzeitig der Beginn des Trojanischen Krieges.
In dieser Sage findet sich nicht nur der Ursprung des Zankapfels, sondern auch der goldene Apfel als Symbol für Sieg und Macht.

Der Reichsapfel als eins der Insignien des Königs oder der Königin. Der lateinische Name Globus Cruciger ist eigentlich treffender, da es sich um eine Kugel (die Welt) mit Kreuz handelt. Er symbolisiert die Weltherrschaft des Römischen Reichs.

Macht und Weisheit vereint im Apfel finden sich in seiner okkulten oder esoterischen Bedeutung wieder. Könnte es einen passenderen Ort für einen König geben als Avalon, die Apfel-Insel. Äpfel stehen in Verbindung mit den übernatürlichen Reichen der Feen. Ein Apfelbaum am Rande eines Feldes als Markierung für den Eingang in die Anderswelt.

Diese enge Bindung zum Übernatürlichen verdankt der Apfel seine magischen Kräfte der Weissagung. Zur passenden Zeit (Raunächte, Samhain, Sonnwendfeiern usw.) dient der Apfel als Mittel den Namen des Zukünftigen vorherzusagen. Der Apfel wird geschält, während man langsam das Alphabet aufsagt. Der Buchstabe, bei dem die Schale bricht oder endet, ist der Anfangsbuchstabe des Names, den der Zukünftige trägt.
Eine Anlehnung an diese Weissagungen finden sich in dem Apfeltauchen zu Halloween. In einem Bottich mit Wasser schwimmen Äpfel, die nur mit Hilfe des Mundes herausgeholt werden dürfen (die Hände sind auf den Rücken gebunden).

Montag, 24. Oktober 2016

Samhain. All Hallows Eve. Halloween


Es ist kein Geheimnis, dass Halloween (wie es mittlerweile weltweit gefeiert wird) ursprünglich vom keltischen Samhain abstammt.

Samhain ist das vierte große Fest im Jahreskreis der Kelten und wird vom 31. Oktober bis zum 2. November gefeiert. Der Name Samhain stammt möglicherweise vom gallischen Samon oder irischen Samrad, beides bezieht sich auf die warme Jahreszeit. Samhain ist somit das Ende der warmen und der Beginn der kalten Jahreszeit.

Sich auf den Winter vorzubereiten war überlebensnotwendig. Die Haustiere (Nutztiere) wurden zusammengeholt zum Schlachten und zum Überwintern. Das Fleisch und die Ernteerträge sicherten das Überleben der Dorfgemeinschaft. Die Knochen der Tiere wurden in einem großen Feuer (Bonefire) verbrannt. Dieses Dorffeuer hatte nicht nur einen praktischen, sondern auch einen rituellen Hintergrund. Der Sommer mit seinen Erträgen wurde verabschiedet und der Winter willkommen geheißen, in dem Bonefire spiegelte sich dieser Abschied und das Willkommen. Zusätzlich sollte es Schutz und Licht jedem einzelnen bringen. Man zündete eine Fackel am Bonefire an und trug dieses gesegnete Feuer in jedes Haus, um damit die Feuerstelle zu entzünden. So sollte in jedem Haus Licht, Wärme und Schutz über den harten Winter Einzug halten.

Die meisten Übergangsdaten (warme Jahreszeit geht in die kalte über) haben einen ausgeprägten spirituellen/mystischen Aspekt. An Samhain verschwinden die Grenzen zwischen den Welten und Zeiten. Heute interpretiert man diese andere Welt hauptsächlich mit dem Totenreich, was jedoch nicht ganz korrekt ist. Das Totenreich ist eine Welt, deren Grenze verschwimmt, doch wurden auch die Welten/Reiche der Feen, mythologischen Gestalten und Götter miteinbezogen. Es konnte passieren, dass du Geister siehst oder in das Reich der Feen gerätst.
Durch das Verschwimmen der Grenzen können nicht nur die Wesen auf Erden wandeln, auch die Energien durchziehen die Welt der Menschen. Die Druiden, Schamane und PriesterInnen waren zu Samhain damit beschäftigt, diese Energien zu kanalisieren und zu nutzen.

Das Umherstreifen als Geist, Vampire, Werwolf etc. an Halloween basiert auf dem Glauben, dass die Wesen der anderen Welten für einen Tag unter uns weilen. Auch das Verteilen von Süßigkeiten findet wir bei Samhain oder dem christlichen All Hallows Eve wieder. Man stellte Brot und Milch für die Verstorbenen und die anderen Wesenheiten vor die Tür. Ein Besen neben dem Hauseingang verhinderte gleichzeitig, dass sich unerwünschte Wesen Zutritt verschafften.


Montag, 14. März 2016

Träume, Zahlenträume, Luzide Träume


Träumen ist eine Funktion des Körpers, um vergangene Ereignisse zu verarbeiten und ihre Speicherung zu unterstützen.
Die Bedeutung von Träumen war bereits vor tausenden von Jahren von Interesse für die Menschen. Besondere Aufmerksamkeit galt den hellsichtigen Träumen, die scheinbar die Zukunft hervorsagen konnten. Pharaonen, Könige und Kaiser hatten oft ihren eigenen Seher, der unter anderem seine Träume zur Weissagung nutzte.

Seit dem 19. Jahrhundert werden Träume in der Psychoanalyse genutzt, um verborgene Konflikte der Psyche ins Bewusstsein zu bringen. Begebenheiten in Szenen, aber auch einzelne Symbole (die interpretiert werden müssen) können diese Konflikte Darstellen.

Die Interpretation der einzelnen Traumelemente oder Symbole lässt sich grob in zwei Richtungen einteilen; die psychoanalytische und die mystische Richtung.

So werden in der mystischen Entschlüsselung von Träumen Tiere oft mit geistigen Führern oder Totems gleichgesetzt. Im Bereich der Psychoanalyse stehen Tiere oft für die animalische Seite der Psyche, die sich wilder oder auch sexueller gebärdet.

Zahlen werden auf der psychischen Ebene als Erinnerungen an Personen oder Ereignisse verstanden. So könnte die Kombination der Zahlen 2579 für ein Datum oder den Anfang einer Telefonnummer stehen. Dem gegenüber steht eine mystische Interpretation der Zahlen, die sich stark an der Zahlenmagie und damit an die Bedeutungen der einzelnen Zahlen orientiert.
Das erträumen der nächsten Lottozahlen wäre eine Kombination aus beiden Bereichen.

Mittlerweile ist man in der Psychologie von einer strengen Interpretation nach Schema F abgekommen und legt verstärkt das Augenmerk auf die Gefühle und die Assoziationen des Träumenden. In diesem Zusammenhang soll auch die Nutzung von luziden Träumen erwähnt werden. Luzide Träume oder Klarträume sind bewusst wahrgenommene Träume, in denen der Träumende eingreifen kann. Es gibt Menschen, die diese Fähigkeit nicht erst erlernen müssen, es gibt jedoch auch die Möglichkeit bestimmte Techniken zu nutzen, die das Klarträumen ermöglichen.
Diese Technik wird genutzt um Albträume zu behandeln, Konflikte zu lösen, unbewusst Alternativen zu finden.

Donnerstag, 16. Mai 2013

NEU




Autor = Anonym
 


Die Dunkelheit brach herein. Ein bläulich, grauer Schleier legte sich auf die Bäume, die Erde, die Menschen, den einen Menschen, der noch nicht im sicheren Zuhause saß.
Zu Hause sein, noch ehe die Dunkelheit hereinbrach.
Ein Befehl, ein Gesetz, welches nicht ausgesprochen wurde, unnötig war jedes erklärende, erinnernde Wort, da ihm jeder folgte. Es war gleich, wer es erlassen hatte, oder wie sinnvoll es war. Folgegeleistet wurde ihm zur Abwehr der Konsequenzen, aus Angst vor dem, was niemand sehen oder wissen wollte.
Eve folgte dem Pakt gegen die Dunkelheit, wie sie dem Weg nach Hause folgte. Nicht weil sie es verstand, nicht weil sie sich der allgemeinen Angst beugte. Sie beugte sich nur der Angst und Strenge ihrer Mutter. Bloß war sie dieses Mal unaufmerksam gewesen. Eine kurze Weile nur und schon hatte sich der Abend herangeschlichen, vertrieb mit schnellen Schritten den Tag.
Es würde Ärger geben, ihre Mutter würde sie bestrafen.
Wer in der Dunkelheit noch herumirrte, trug die Konsequenzen, auch wenn es nur die von Menschen erschaffenen waren.
Das Dorf schien ausgestorben. Eve rannte die matschige Straße entlang, achtete nicht auf die Geräusche hinter den verschlossenen Türen, das laute Bemühen, die Dunkelheit auszusperren.
Vereinzelt flackerte etwas Licht durch die Fenster. Eigentlich war es noch zu hell, um Kerzen anzuzünden, doch in dunklen Zeiten brauchten die Menschen Licht.
Wenn sie um Hilfe rief, würde jemand aus seinem Haus eilen?
Hätten die Menschen den Mut, ihre Türen wieder freizulegen?
Würden sie sich der Dunkelheit stellen, um einer der Ihren zu helfen?
Oder würden sie verängstigt auf die Rufe horchen, beten für die arme Seele in Not, jedoch dankbar dafür, verschont worden zu sein?
Welch schreckliche Gedanken, die Eve durch den Kopf gingen und alles noch ein bisschen dunkler machten. Die grauen Schleier tanzten nicht mehr nur um sie herum, griffen nach ihr, gleich dem Erlkönig, sie waren in sie eingedrungen und machten ihre Seele schwermütig. Eve bemühte sich schneller zu laufen, schneller als die furchtbaren Gefühle und Gedanken in ihr aufsteigen konnten.
Außer Atem, den Saum ihres Rocks voller Schlamm, klopfte sie an das letzte Haus des Dorfs.
„Mutter, lasst mich ein!“
Ein lautes Poltern drang aus dem Inneren. Die Tür wurde aufgerissen, Hände griffen nach Eve, zerrten sie ins Haus.
„Die Truhe!“, rief Eves Mutter.
Knatschend schoben die beiden Frauen die Truhe vor die Tür. Mit zitternden Händen legte die Mutter ein Beutelchen auf die Barrikade und bekreuzigte sich.
„Verzeiht mir. Ich habe nicht bemerkt, dass es schon zu dämmern begann.“
Eves Mutter schwieg. Die Angst wich aus ihrem Gesicht, an ihrer statt glühte Wut auf.
„Sie kommt mit der Dunkelheit. Sie nimmt am liebsten Mädchen, die fast schon Frau sind. Mit deiner Unachtsamkeit hast du dich und unser Haus in Gefahr gebracht.“
Worte strömten durch Eves Gedanken, die sie nicht aussprechen konnte. Das ganze Dorf hatte Angst. Witwen, die stark genug waren ihre Kinder selbst zu ernähren, erschraken bei jedem Krächzen eines Raben. Gestandene Männer behängten sich mit Talismanen und machten bei dem kleinsten Windhauch das Zeichen des Herrn.
Alle zitterten, wenn die Nacht kam.
Es war nicht ungewöhnlich, dass sich die Menschen nur am Tage sicher fühlten. Eve kannte nichts anderes. Bei den ersten Anzeichen der Dämmerung kehrten sie in den Schutz ihrer Häuser zurück.
Fernab der Städte lebte der Aberglaube. Was die Menschen nicht verstanden, erklärten sie sich mit alten Geschichten von Hexen, Geistern und Dämonen.
Nur waren sie nicht wahnsinnig vor Angst gewesen. Niemand hatte die Türen mit Möbel verbarrikadiert oder Salz auf die Fensterbänke gestreut.
Der Wahnsinn begann vor fast genau einem Monat.


Incubus/Succubus


Sind Sexdämonen, die sich in verschiedenen Gestalten zu der Frau oder dem Mann legen, um ihnen beizuschlafen. Der Incubus ist ein männlicher Dämon, der Succubus ein weiblicher Dämon.

Wechselbalg


Der Wechselbalg ist ein Kuckuckskind, welches ursprünglich von Dämonen, Feen oder anderen Wesen der nicht sichtbaren Welt stammt, von Menschen jedoch aufgezogen wird. Der Legende nach Tauschen die Wesen ihre Kinder gegen Menschenkinder, weil sie so liebreizend sind. Es kann jedoch auch zu einem Wechsel kommen, damit der Wechselbalg in der Menschenwelt Unheil stiften kann.

Astarot


Der Dämon, der die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft kennen soll, so wie die tiefsten Geheimnisse. Astarot soll sein Wissen nutzen, um einige Menschen in den Künsten der Wissenschaften zu unterrichten.